KV 1 Butjadingen
Dienstag, 14. Februar 2017 - 13:29 Uhr
Wählt Jonas Schüler zum Sportler des Jahres!

Liebe Friesensportler/innen und Friesensportfreunde/innen,
nachdem Thore Bruns im letzten Jahr zum Sportler des Jahres Wesermarsch gewählt worden ist, ist auch in diesem Jahr wieder ein Friesensportler nominiert, Jonas Schüler.
Jonas absolvierte im Jahr 2016 sein bisher erfolgreichstes Jahr und holte bei den Europameisterschaften in den Niederlanden die Goldmedaille beim Wettkampf mit der Hollandkugel, und zwar mit einem neuen europäischem Rekord in der A-Jugend. Auch mit der Mannschaft holte Jonas Gold. Bereits einen Tag vorher konnte Jonas mit der Mannschaft beim Klootschiessen die Silbermedaille gewinnen.
2 x Europameister und 1 x Vize-Europameister, wir finden, damit hat sich Jonas verdient zum Sportler des Jahres 2016 gewählt zu werden.
Daher rufen wir Euch auf, stimmt ab für Jonas. Ihr könnt das, indem ihr euch Abstimmkarten bei der Nordwestzeitung direkt besorgt oder indem ihr online abstimmt. Hierzu könnt ihr einfach auf die Überschrift dieses Artikel klicken um direkt zur Abstimmung zu gelangen.
Last but not least wäre es eine toller Imagegewinn für unseren Friesensport, wenn zum zweiten Mal in Folge der Titel "Sportler des Jahres" an einen Friesensportler geht.
Fleu Herut,
Ralf Enno Müller
Medienwart
Sonntag, 12. Februar 2017 - 22:36 Uhr
1937: Der Wurf von Werner Oetken muss wiederholt werden

Der eisige Wind der letzten Tage hat hier und da die Frage auftauchen lassen, warum denn an diesem Wochenende nicht der große Feldkampf abgewickelt worden ist. Doch leider hatte es in den Vortagen nicht genug gefroren, so dass selbst bei einem Trainingswerfen der Oldenburger in Mentzhausen ein Teil der geworfenen Kugeln noch „durchschlugen“, d. h. ohne den gewünschten Trüll liegenblieben. Auch das Eis auf den Gräben war nicht so fest, als dass es betreten werden konnte.
Erinnert werden soll an dieser Stelle an den ersten großen Länderkampf zwischen Oldenburg und Ostfriesland, der am 28. Januar 1937 bei Hohenberge ausgetragen wurde. Es herrschte ein derart eisiger Wind, dass bei jedem Wurf „Schuulmauern“ von den Zuschauern gebildet wurden. Damit bekamen die Werfer ein wenig Schutz, um bei den jeweiligen Anläufen nicht allzusehr vom scharfen Wind beeinträchtigt zu werden.
Der Wettkampf verlief sehr ausgeglichen. Die Führung wogte hin und her. Pech hatte der Butjenter Werner Oetken, als er im zweiten Durchgang mit einem gut angesetzten und scharfen Wurf die Fahne eines ostfriesischen Bahnweisers traf und sie zertrümmerte. Der daraufhin absolvierte Wiederholungswurf gelang ihm zum Leidwesen der Oldenburger nicht so gut.
Alles in allem wird für diesen Wettkampf eine Besucherzahl von 7 bis 8000 angegeben. In dem im Jahre 1938 vom Stollhammer Georg Coldewey herausgegebenen Klootschießerbuch heißt es dazu, dass die schneidende Kälte viele Interessenten davon abhielt, den Wettkampf zu besuchen. Solche Besucherzahlen sind heute wohl nicht mehr zu erwarten.
Am Ende eines spannenden Tages siegten damals die Ostfriesen mit nur vier Metern. Bei Addition der Einzelergebnisse zeigte sich, dass die Oldenburger 17 Meter mehr geworfen hatten. Doch das war auch schon damals nicht entscheidend. Es gilt der Vorsprung im Gelände.
Sonntag, 5. Februar 2017 - 18:23 Uhr
Derby-Time in Butjadingen

Beim Spieltag der beiden Mannschaften in der 2.Kreisklasse Ammerland/Waterkant der Männer Hauptklasse setze sich am Ende der KV Blexen mit 8 Schoet zu 2 Schoet durch.
Bereits auf der Wende führte die Holz der Blexer mit 7 Schoet und konnte die hohe Führung auch in das Ziel retten.
Ganz anders sah es bei der Gummi aus. Auf der Wende führten beide Esenshammer Gummigruppen mit 2 Schoet.
Die erste Gummi des KV Esenshamm verlor mit dem Zielwurf noch ihren mittlerweile dritten Schoet und siegte mit 2/122.
Bei der zweiten Gummi ging es nach der Wende hin und her und erst kurz vor dem Ziel konnten die Esenshammer die kurzzeitige Schoet-Führung der Blexer wieder aufholen. Blexen holte hier 89 Meter, was zusammen mit den 72 Metern der Holz noch einen Extra-Schoet ergab.
Für die Tabelle bedeutet das einen Führungswechsel an der Spitze. Hatte vor dem Spieltag noch Esenshamm mit einem Punkt die Nase vorn, führt jetzt Blexen mit einem Punkt.
Beide Vereine müssen noch auswärts zum Drittplazierten Stapel, was noch für Spannung in der Saison sorgen dürfte.
Sonntag, 5. Februar 2017 - 18:10 Uhr
Erich Hadeler erinnert sich an den Jahrhundertwurf von Seefeld

An der Wetterfront ergeben sich keine Veränderungen, so dass der Länderkampf weiter auf sich warten lässt. Das ist eine gute Gelegenheit, an einen der spannendsten Länderkämpfe zu erinnern, den es jemals gegeben hat. Er wurde am 26. Januar 1961 in Seefeld/Gemeinde Stadland ausgetragen.
Als Mitglied des Esenshammer Posaunenchores war damals der heutige Abbehauser Erich Hadeler dabei, um mit der Trompete die Würfe der Oldenburger anzukündigen. Das war deshalb nicht so einfach, weil Minusgrade von um die zwölf Grad die Ventile der Musikinstrumente immer wieder einfrieren ließen.
Der heute 81jährige kann sich noch gut erinnern, als im dritten Durchgang des Wettkampfes eine Vorentscheidung fiel. Der legendäre Hans Placküter aus Schweinebrück mußte seinen Wurf entweder vor einen Graben aufsetzen oder ihn darüber flüchten. Dazu musste er allerdings 85 Meter weit werfen. Das war bei dieser Kälte ein schwieriges Unterfangen. Würde der Wurf im Graben landen, wäre der bis dahin herausgearbeitete knappe Vorsprung der Oldenburger dahin. Nach langer Beratung entschloss man sich, das Wagnis einzugehen.
Placküter lief an, schnellte über das Abwurfbrett und schleuderte den Kloot in vorbildlicher Manier von sich. Tausende von Augenpaaren verfolgten das Wurfgeschoss, bis es aufsetzte und sogleich ein unglaubliches Geschrei und Geklapper mit den Handstöcken einsetzte. Nur 50 Zentimeter weniger, und die Kugel wäre im Graben gelandet. So aber setzte sie auf, machte noch einige Sätze und blieb schließlich bei 131 Meter liegen.
Damit war die Vorentscheidung zugunsten der gastgebenden Oldenburger gefallen. Am Ende gab es einen vielumjubelten Sieg mit einem Schoet und 27 Metern Und Hans Placküter hatte sich mit diesem Wurf endgültig einen Platz in den Geschichtsbüchern der Klootschießer gesichert. Bei der abschließenden Siegerehrung in der Gaststätte „Seefelder Schaart“ spielten die Musikanten um Erich Hadeler vom Sieg der Oldenburger beflügelt auf.
Sonntag, 29. Januar 2017 - 15:36 Uhr
Vogts: „Ich erwarte an einen grandiosen Wettkampf in Stollhamm“

Zum Stand der Feldkampf-Vorbereitungen führten wir ein Gespräch mit dem Vorsitzenden des Friesischen Klootschießerverbandes, Jan-Dirk Vogts aus Hollwege/Ammerland.
Frage: Woran liegt es, dass der Länderkampf so lange auf sich warten lässt?
Vogts: Ein Länderkampf ist der Höhepunkt in unserem 40.000-Mitglieder-Verband. Von der sportlichen Auseinandersetzung zwischen Oldenburg und Ostfriesland lebt unser Heimatsport. Da ist es wichtig, dass gerade diese Veranstaltung bei besten äußeren Bedingungen, d. h. bei knackigem Kahlfrost ausgetragen wird. Diese Voraussetzung war bisher leider nicht gegeben. Ich verstehe, dass einige Leute ungeduldig werden. Aber ohne einen durchgefrorenen Boden macht das keinen Sinn.
Frage: Kann es sein, dass die Bedingungen andernorts besser sind, so dass man über den Veranstaltungsort nachdenken muss?
Vogts: Natürlich können die Frost-Verhältnisse regional unterschiedlich sein. Ich habe mir in den letzten Tagen mehrere Ländereien im Oldenburger Land angesehen und festgestellt, dass es derzeit keinen nennenswerten Unterschied zu Stollhamm gibt. Sollte es aber so sein, dass wir irgendwo bessere Bedingungen haben als in Stollhamm, dann kann der Wettkampf selbstverständlich auch anderswo durchgeführt werden.
Frage: Wie eng ist der Kontakt zwischen dem FKV, dem Ausrichter in Stollhamm und den konkurrierenden Landesverbänden?
Vogts: Der Kontakt und die Absprache können enger nicht sein. Ich telefoniere mit kaum jemanden öfter, als mit dem Stollhammer Vorsitzenden Frank Göckemeyer. Wir beide sind uns darüber einig, dass es vorrangig um das Zustandekommen des Länderkampfes geht. Wo er dann stattfindet, ist eine andere Frage. Derzeit habe ich allerdings den Eindruck, dass die Veranstaltung in Stollhamm bestens aufgehoben ist und dass hier alles getan wird, um die Veranstaltung optimal vorzubereiten.
Frage: Wie geht es weiter, wenn der KBV Stollhamm und der Friesische Klootschießerverband zu der Feststellung gelangen, dass genug Frost im Boden ist und dass der Länderkampf stattfinden kann?
Vogts: Dann liegt es an den beiden Landesverbänden, die Herausforderung auszusprechen bzw. auch anzunehmen. Die Herausforderung erfolgt durch das Aufhängen einer Klootkugel. Nimmt der Gegner die aufgehängte Kugel anschließend wieder ab, gilt die Herausforderung als angenommen. Dieser formelle Akt findet vermutlich an einem Mittwoch in Stollhamm statt. Am darauffolgenden Wochenende würde dann in Stollhamm der Wettkampf stattfinden.
Frage: Was empfehlen Sie den angesprochenen ungeduldigen Zeitgenossen?
Vogts: Wer davon überzeugt ist, dass die Verhältnisse irgendwo gut und vielleicht sogar besser sind als in Stollhamm, der sollte mich sofort anrufen. Wir werden uns das dann umgehend gemeinsam ansehen. Im Übrigen müssen wir uns in Geduld üben, so schwer dies auch ist, gerade für unsere jungen Werfer. Ich gehe davon aus, dass wir – wann auch immer – einen grandiosen Wettkampf in Stollhamm erleben werden. Und ich glaube, dass wir dann sagen werden: Es war gut, dass wir diesen Zeitpunkt abgewartet haben.