KV 1 Butjadingen
Montag, 26. Februar 2018 - 05:58 Uhr
Länderkampf: Klootschießer-Ampeln stehen auf gelb

Der anhaltende Frost, der sich in den nächsten Tagen und Nächten noch verstärken soll, hat die Verantwortlichen des Friesischen Klootschießerverbandes (FKV), der beiden Landesverbände Oldenburg und Ostfriesland sowie des KBV Stollhamm dazu bewogen, die „Ampeln auf gelb zu schalten“. Sollte also der Boden – wie vorhergesagt - noch ein wenig mehr durchfrieren und damit noch härter werden und sollten sich keine nennenswerten Schneefälle einstellen, könnte es am kommenden Wochenende zum ersehnten Länderkampf kommen.
Die ausgerufene „Alarmbereitschaft“ führte bereits an diesem Wochenende zu einem regen Austausch der beteiligten Verbände. Alle sind sich einig, dass das nächste Wochenende nach Möglichkeit genutzt werden soll, um den Feldkampf abzuwickeln. Wahrscheinlich ist aus heutiger Sicht, dass die Wettkämpfe auf den Sonnabend (3. März) konzentriert werden und dann Jugendliche und Männer gegeneinander antreten. Hauptgrund ist, dass für den 4. März „weicheres“ Wetter prognostiziert wird.
Auch am morgigen Montag treffen sich die Verantwortlichen des KBV Stollhamm auf der Wettkampfstrecke entlang der Ulmenstraße und werden die Vorbereitungen vorantreiben. Sollten sich die Dinge positiv weiterentwickeln, könnte dann am Mittwochnachmittag der offizielle Startschuss erfolgen. Dies geschieht in Form einer Herausforderung nach alter Tradition. Eine Abordnung aus Ostfriesland würde dann nach Stollhamm kommen, um durch das Aufhängen einer Klootkugel die Oldenburger Mannschaft herauszufordern. Sollten anschließend die Oldenburger den Kloot abnehmen bzw. abschneiden, gilt die Herausforderung als angenommen.
Parallel dazu laufen bereits jetzt in beiden Landesverbänden die Vorbereitungen auf Hochtouren. Die Mannschaftsführer stehen in Kontakt zu ihren Werfern, Busse müssen geordert werden und viele Kleinigkeiten gilt es zu bedenken. Ganz besonders viel gibt es in Stollhamm zu regeln. Doch dazu später mehr.
Solange die Alarmbereitschaft gilt, wird es nun täglich einen Newsletter aus Stollhamm zum – hoffentlich nun endlich bevorstehenden – Länderkampf geben.
Montag, 5. Februar 2018 - 09:42 Uhr
Vage Hoffnung auf Kahlfrost – Klootschießer hoffen

Kann das Wetter einem möglichen Länderkampf in diesem Winter doch noch den entsprechenden Boden bereiten? Diese Frage stellt sich auch Hans-Gerd Coldewey aus dem ostfriesischen Hage. Der Diplom-Ingenieur, der lange in der Wasserwirtschaft seiner Heimat eine führende Rolle spielte, ist seit Kindesbeinen mit dem Klootschießen eng verbunden.
Und so verfolgt er regelmäßig die Wetterberichte im Hinblick auf den für das Klootschießen erforderlichen Kahlfrost. Dabei ist ihm nicht entgangen, dass die Wetterexperten für die nächsten Tage Minustemperaturen prognostizieren. „Aber so richtig knackig scheint das nicht zu werden“, ist die Einschätzung von Coldewey.
Zum Veranstaltungsort Stollhamm hat Coldewey insofern eine enge Verbindung, als er hier geboren und aufgewachsen ist. Hier lernte er mit seinem Bruder Dieter das Klootschießen und entwickelte sich auch zu einem guten Schleuderballspieler. Deshalb würde er sich den Wettkampf in Butjadingen natürlich auch nicht entgehen lassen.
Als sich am heutigen Sonntag die Thermometernadel der Null-Grad-Grenze näherte, hat der Vorsitzende des KBV Stollhamm, Frank Göckemeyer, seinen für den Länderkampf schon seit Jahren existierenden Arbeitskreis erneut in Alarmbereitschaft gesetzt. „Wir sollten das Wetter, die Temperaturen und die Vorhersagen verstärkt im Auge behalten“, schreibt Göckemeyer seinem Team. Dazu gehört auch, dass sich seine Mannen in den nächsten Tagen verstärkt auf dem ausgewählten Gelände umsehen, um auch hier die Entwickung zu verfolgen.
Und da sich auch die Spitzenwerfer aus Oldenburg und Ostfriesland in einem guten Trainingszustand befinden, steht einmal mehr das Wetter einer Durchführung dieses Traditionswettkampfes im Wege. Doch vage Aussichten sind da, damit der ersehnte Wettkampf doch noch kurzfristig abgewickelt werden kann.
Jedenfalls stehen Hans-Gerd Coldewey und mit ihm unzählige Heimatsportler bereit, um sich auf den zum Teil langen Weg nach Stollhamm zu machen. Parkplätze sind hier übrigens in ausreichendem Maße vorhande
Montag, 5. Februar 2018 - 09:37 Uhr
Bruns mit neuer Bestmarke - Weiter „weiches“ Wetter

Während die Wetterpropheten auch für die nächsten Tage keine winterlichen Verhältnisse und damit keinen Kahlfrost vorhersagen, präsentierten sich die Oldenburger Klootschießer beim gestrigen Werfen um den Hartwarden-Schild in zum Teil sehr guter Form. Dabei zeigte sich auf dem Stollhammer Sportplatz, dass der Boden nach wie vor sehr durchgeweicht ist. Und da es auch in den nächsten Tagen regnen soll, wird sich daran so schnell nichts ändern.
Für die herausragende Einzelleistung sorgte in Stollhamm der erst 15jährige Thore Bruns, der mit 69,20 Meter eine neue Bestleistung erzielte. Der Waddenser ist nicht nur eine feste Größe in der Oldenburger Ländermannschaft, sondern dürfte auch beste Aussichten haben, in zwei Jahren bei den Europameisterschaften im Schleswig-Holsteinischen Meldorf eine herausragende Rolle in der Jugendklasse zu spielen.
Bei den Männern überzeugte einmal mehr Europameister Hendrik Rüdebusch aus Vielstedt-Hude mit konstanten Würfen über die 80-Meter-Marke und einem Höchstwurf von 81,40 Metern. Ihm kaum nach stand der für Mentzhausen startende Ludger Ruch, dessen weitester Wurf bei 77,60 Metern landete. Doch auch die „Oldies“ Dirk Schomaker aus Fedderwardersiel (71,50) und Detlef Müller aus Mentzhausen (69,20) stellten unter Beweis, dass sie für die Oldenburger Ländermannschaft wichtige Stützen sein können.
Im Nachwuchsbereich dominierte in diesem Wettbewerb der Kreisverband Stadland. Besonders fiel dabei die erst zwölfjährige Janna Meiners aus Mentzhausen auf, die immerhin auf 42,40 Meter kam. Ein Hoffnungsträger des Kreisverbandes Butjadingen ist der 13jährige Ben Sanders aus Reitland, der in seinem Höchstwurf 44,10 Meter erzielte.
Ein großes Lob gab es nach dem gestrigen Wettbewerb vom Landesverband Oldenburg für den KBV Stollhamm, der nicht nur bestmögliche Sportstätten, sondern auch eine gute Versorgung von Aktiven und Helfern sicherstellte. Die Kreisverbände Butjadingen (29 Teilnehmer) und Stadland (18) stellten im übrigen das Gros der teilnehmenden Werfer.
Montag, 8. Januar 2018 - 17:07 Uhr
Vogts: „Göckemeyer mit dem Ohr auf dem Gelände“

Es ist nur eine kleine Frostperiode, die zwar auch nach Butjadingen einen Hauch von Winter bringt, die hinsichtlich der Minusgrade aber keinesfalls ausreicht, den Boden durchfrieren zu lassen. Und weil die Temperaturnadel allenfalls bis zum kommenden Mittwoch zwischendurch die Null-Grad-Grenze unterschreitet, ist in den nächsten zwei Wochen nicht damit zu rechnen, dass ernsthaft an eine Austragung des Länderkampfes zu denken ist.
Gleichwohl stehen die Stollhammer „Gewehr bei Fuß“ und sind auf das Großereignis bestens vorbereitet. Dazu zählt am Beginn des Winterhalbjahres das bereits obligatorische Gespräch mit der Familie Meiners, die sich auch jetzt wieder dankenswerter Weise bereit erklärt hat, die Ländereien an der Ulmenstraße für das Großereignis zur Verfügung zu stellen.
Beim Dachverband Friesischer Klootschießerverband (FKV) ist man froh, dass die Stollhammer immer noch so engagiert bei der Sache sind. Kürzlich, bei der Jahreshauptversammlung des Landesverbandes, sprach FKV-Vorsitzender Jan-Dirk Vogts den Butjentern ein dickes Lob aus und bezeichnete die jeweiligen Vorbereitungen als optimal. „Mein Freund Frank Göckemeyer und sein Team sitzen mit dem Ohr auf dem Gelände, um keine Chance der Durchführung zu verpassen“, sagte er.
KBV-Vereinsvorsitzender Frank Göckemeyer ist vor Ort froh, aus dem Arbeitskreis, vom Landeigentümer und von vielen Vereinen und Organisationen große Unterstützung zu erfahren. Und für die Stollhammer wäre es ein Traum, gerade auch vielen einheimischen Spitzenwerfern aus der Wesermarsch in so einem Traditionskampf eine Bühne bieten zu können.
Allerdings haben die starken Regenfälle zumindestens im Oldenburger Land sämtliche Sportplätze restlos aufgeweicht, so dass kaum Trainings- und Auswahlwerfen durchgeführt werden konnten. Die Experten hoffen, dass die Plätze in den nächsten Tagen wieder abtrocknen, damit die Länderkampf-Vorbereitungen auch aus sportlicher Sicht fortgeführt werden können.
Dienstag, 21. November 2017 - 18:49 Uhr
Ehrungsmarathon im Kreisverband

T-Shirts Farbe Blau für die Jugendliche
Stolz auf den Superpokal der Klootschießer
Erwachsene bekommen Becher mit Kreisverband Emblem
Waddens/WBö, Tradition hat der Ehrungstag im Friesischen Klootschießerkreisverband I Butjadingen im November. Diesmal im „De Butjenter“ in Waddens freute sich der Kreisvorsitzender Sigfried Hodel über einen vollen Saal mit den Friesensportlern von jung bis alt. Den Part der Gratulationen führten die Fachwarte Wolfgang Schüler und Patrick Bruns durch. Dazu die umfangreichen Erläuterungen wer wo was erreicht hat. Erfolgreiche Friesensportler stehen von jung bis alt in den Reihen der Butjenter, das ging aus den Geehrten im Einzel und der Mannschaft hervor. Auf vielseitige Erfolge konnte man dabei im Klootschießen, Boßeln, mit der Hollandkugel und im Mehrkampf, im Einzel und mit der Mannschaft, verweisen. An acht Spieltagen werden die Sieger der Kloot-Punktrunde ermittelt. Die Vereine bringen sich dabei auf ihren Sportplätzen vor der Haustür ein. Sechs Werfertage kommen dabei in die Wertung. Um die Klootplakette stand wieder der erwartete Zweikampf zwischen dem Titelverteidiger Schweewarden und dem Vorjahreszweiten Stollhamm an. Ein dickes Plus natürlich wenn man dafür zahlreiche Vereinsmitglieder motivieren kann. Dieses gelang dem neuen und alten Plakettensieger Schweewarden mit 13484 Punkten, gleich Metern, erneut gut. Zweiter wurde Stollhamm (9036). Auf den weiteren Rängen folgen Reitland (6908), Waddens (5806), Abbehausen (3799) und Esenshamm (3579). Auch die Bereitschaft der Vereine, mit dem Zuwachs der Teilnehmerzahl gegenüber der Vorsaison wurde belohnt. Diese Plakette gewann der KBV Burhave, sonst eher „ruhig“ dabei, der einige Kids aus der E-Jugend für die erstmalige Teilnahme motivieren konnte. Insgesamt waren zwölf Vereine am Start. 20 Altersklassen (weiblich/männlich) kamen in die Wertung. Mit 349 Sportlern ein leichter Anstieg in der Teilnehmerzahl gegenüber der Vorsaison. Im Jahre 2012 waren noch 483 Friesensportler dabei. Die Anzahl danach rückläufig von 477 (2013), auf 410 (2014) auf 379 (2015) und 340 Aktive im Jahre 2016. Etliche Wanderplaketten wurden an die siegreichen Boßelteams überreicht. Besondere Einzelleistungen, Sieger in den Disziplinen, Kloot, Boßeln und Hollandkugel im Klootschießer Landesverband Oldenburg (KLVO), sowie die Medaillengewinner im Friesischen Klootschießerverband (FKV) wurden hervorgehoben. Hierzu zählt auch die Olympiade der Friesensportler, der Friesische Mehrkampf. Mit Stolz verwies Wolfgang Schüler darauf, das man den Superpokal im Klootschießen bei der Landesmeisterschaft in Westerstede gewonnen habe. Der Fachmann: „ Das gelingt nur wenn man den Teamgeist zum Einbringen voran treibt.“ Die erfolgreichen Jugendlichen erhielten ein T-Shirt. Nach Grün und Grau in der Vorsaison, ist diesmal Blau angesagt. Auf dem T-Shirt auch der geografische Umriss der Halbinsel Butjadingen, vom Kreisverband Butjadingen, gut zusehen. Für die besonderen Leistungen der Erwachsenen wurden zum 2. Mal Porzellanbecher, mit dem Emblem vom Kreisverband, mit Boßler und Klootschießer übereicht. Noch eine Überraschung hatte der Kreisvorsitzender Siegfried Hodel parat. Er hatte ja versprochen nachdem die bisherige Hans Sommer Plakette voll war, eine neue Wanderplakette, 16 Jahre im Umlauf, zu stiften. Doch wie sieht sie aus? Zusammen mit seiner Frau Roswitha wurde die Umhüllung weggenommen. Formschön im modernen Design wurde das neue Stück den Boßeln Männer I, den Siegern von 2017, Schweewarden übereicht. Mit einem dreifachen „Fleu-herut“ schloss die harmonische Veranstaltung.